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Die große Überraschung kam zur Halbzeit des Skribo-Partnertreffens. Markus Teufelberger, Geschäftsführer der Skribo GmbH, gab bekannt, dass er Ende Juli seine Aufgabe nach sieben Jahren beenden werde –- aus rein privaten Gründen. Er werde sich auf die familiären Unternehmen zurückziehen, nachdem sein Geschäftspartner, der die drei Optik-Fachgeschäfte bislang allein im 28 Ι boss Juli 2017 Tagesgeschäft führte, überraschend verstorben ist. Seine Aufgaben werden künftig geteilt: Die Geschäftsführung der gemeinsamen Skribo und Büroprofi GmbH übernimmt Gernot Bartoussek, das operative Tagesgeschäft für Skribo leitet zukünftig Heike Hög und die vier Skribo-Standorte in Österreich verantwortet dann Dr. Ellen Zangi, die bisher die größte Skribo-Filiale in Wels leitet. In seinem letzten Auftritt vor den Skribo-Partnern verdeutlichte Teufelberger nochmals, dass es für den PBS-Fachhandel im Verbund deutlich einfacher sei zu bestehen, als wenn man als Einzelkämpfer auftritt. Die knapp 50 Skribo- Händler konnten 2016 immerhin ein Wachstum von rund 1,5 % verzeichnen, während der österreichische Markt für Buch und PBS nur um nominal 0,8 % zulegte. Möglich wird dies, so Teufelberger, durch die breite Palette an Services und Dienstleitungen der Skribo-Systemzentrale. Rund 150 Werkzeuge stünden den Partnern zur Verfügung. Damit könnten die Skribo-Partner auf ein in Breite und Tiefe einzigartiges Angebot an Unterstützungsmaßnahmen zugreifen. Fachhandel muss sich fokussieren In Deutschland ist Skribo unter der Führung von Alexander Bär ebenfalls gut vorangekommen und verfügt derzeit über 78 Partner mit 112 Standorten. Absolut gesehen eine beachtliche Zahl, in Relation zur Marktgröße bleiben allerdings noch erhebliche „weiße Flecken“. Das Ziel für 2017 lautet 120 Standorte. Für das Treffen im Salzburger Land extra angereist war auch der Vorstandsvorsitzende der PBS-Holding, Dr. Richard Scharmann, der Skribo-Muttergesellschaft. Er versuchte in seinem Vortrag „Stationärer Einzelhandel, eine der schwierigsten Disziplinen der Welt“ eine Einordnung der aktuellen Marktsituation – und er beschönigte dabei keinesfalls die Lage. Für Scharmann steht außer Zweifel, dass sich der PBS-Fachhandel stärker fokussieren muss – in der Marktbearbeitung ebenso wie im Sortiment. Deshalb habe die PBS-Holding vor gut einem Jahr von Biella auch die Rechte an der Marke Donau erworben und werde diese konsequent für den Einsatz im Fachhandel ausbauen. Insbesondere im Schulbereich soll Donau zukünftig eine führende Rolle spielen und dem Handel damit die Chance geben, bei gleichbleibendem Umsatz eine bessere Marge zu erreichen. Emotionaler Abschluss der Veranstaltung war der Vortrag der Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner, die als einzige Frau bislang alle 14 Achttausender auf der Welt ohne Flaschensauerstoff bestiegen hat. Sie zeigte auf, was man mit Willen und Motivation, aber auch mit Geduld und Teamgeist alles erreichen kann und verdeutlichte eines: nur wer den bedingungslosen Willen hat, kann seine Träume verwirklichen. El �� Als Unternehmer etwas unternehmen SKRIBO | Die Zeiten für den stationären PBS-Fachhandel sind schwierig, das spüren auch die unter dem Skribo-Dach vereinten Händler. In dieser angespannten Situation trafen sich die deutschen wie österreichischen Skribo-Partner am ersten Juni-Wochenende in Werfenweng im Salzburger Land – ein Treffen mit grundlegenden Weichenstellungen im 40. Jahr des Bestehens. Werfenweng im Salzbuger Land war dieses Jahr Treffpunkt der Skribo-Partner. Gewohnt faktenreich und ohne die Situation zu beschönigen: Holding- Vorstand Dr. Richard Scharmann.


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