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boss April 2017 Ι 59 Was kann man tun? Mit steigenden Fertigungskosten werden alle Unternehmen ein starkes Interesse an der Reduzierung der Fixkosten entwickeln. Hier zahlreiche Tipps für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel: Regulieren Sie mit Hilfe von Rollläden die Temperatur in den Büros und stellen Sie das Heizungsthermostat 1° C kühler als bisher ein – das reduziert die Heizkosten um 10 %. Verwenden Sie vorzugsweise natürliche Lüftung oder einen Ventilator anstatt Klimaanlagen, wenn die Temperaturen steigen. Wechseln Sie auf Energiesparlampen. Starten Sie eine „Bitte ausschalten"- Kampagne, um alle Mitarbeiter dazu anzuhalten, tagsüber das Licht und nachts die Computer abzuschalten. Erwägen Sie den Austausch konventioneller Lichtschalter gegen Bewegungssensoren in Räumen, die nicht permanent in Gebrauch sind, wie z. B. Lagerräume. Stecken Sie Handyladegeräte aus, wenn Sie Ihr Handy gerade nicht aufladen. Wasser sparen, Abfall vermeiden Wasser entwickelt sich rasend schnell zu einem teuren und wertvollen Rohstoff, daher gilt es, den Verbrauch zu reduzieren. Installieren Sie Toiletten mit Zweifachspülung und wassersparende Geräte wie „Save a flush“ oder „Hog“ in den Spülkästen. Diese werden üblicherweise kostenlos von den Wasserversorgungs- Unternehmen zur Verfügung gestellt. Reparieren Sie tropfende Wasserhähne. Da Mülldeponien immer dichter an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, werden die Kosten für Unternehmen immer weiter steigen. Deshalb wird es immer wichtiger, den produzierten Abfall zu reduzieren. Verwenden Sie Umschläge, Kartonverpackungen und Luftpolsterumschläge wieder. Vermeiden Sie die Verwendung von Fensterbriefumschlägen, da diese schwieriger zu recyceln sind. Ändern Sie die Voreinstellung Ihres Druckers auf doppelseitigen Druck und meiden Sie Wegwerfprodukte wie Pappbecher oder Papiertücher. Senden Sie Werbesendungen in vorfrankierten Umschlägen zurück und fordern Sie die Löschung Ihrer Adressdaten. Benutzen Sie wieder aufladbare Batterien. Erneut nutzen statt Wegwerfen Stellen Sie Aufbewahrungs-Boxen für wiederverwendbare Umschläge, Kartons und Luftpolsterumschläge zur Verfügung. Stellen Sie am Drucker ein Regal für benutztes Papier auf, das als Schmier- oder Notizzettel genutzt werden kann. Verschönern Sie Ihr Büro mit Pflanzen, diese sehen gut aus und verringern die Luftverschmutzung in geschlossenen Räumen. Machen Sie Recycling so einfach wie möglich, indem Sie eindeutig gekennzeichnete Recycling Tonnen an strategischen Stellen platzieren, wie z. B. neben Druckern und Kopierern. Ermuntern Sie die Kollegen „Meister des umweltfreundlichen Büros“ zu werden oder starten Sie das Programm für „umweltfreundliche Ideen“. Gebrauchte Batterien sind gefährlicher Abfall und sollten nicht den Mülldeponien zugeführt werden. Installieren Sie eine Sammelstelle für Batterien und finden Sie durch Ihre örtliche Stadt- oder Gemeine-Verwaltung heraus, wie Sie sie sicher entsorgen können. Sorgen Sie dafür, dass Leuchtröhren recycelt oder in kleinen Mengen sicher entsorgt werden. Stellen Sie geeignete Behälter für die Kompostierung von Lebensmittelabfällen zur Verfügung. Klug einkaufen Reduzieren Sie Ihren CO²-Ausstoß deutlich, indem Sie Ökostrom kaufen, der durch erneuerbare Energiequellen wie Sonnenenergie, Windkraftanlagen, Biomasse, Erdreichwärmepumpen und kleine Wasserkraftanlagen erzeugt wird – über die Optionen informiert Ihr aktueller Stromversorger. Kaufen Sie Bürogeräte mit Energy-Star-Label und wählen Sie bevorzugt Multifunktionsgeräte anstatt verschiedener Geräte für Fax, Drucker, Scanner und Kopiergerät. Entscheiden Sie sich bei Wasserkochern für einen Schnellkocher anstatt für ein konventionelles Gerät. Kaufen Sie Büroartikel bei einem Unternehmen, das eine breite Auswahl umweltfreundlicher Produkte anbietet. Wählen Sie wenn möglich Recycling-Produkte für Papier, Umschläge, Karton, Stifte, Büroartikel und Büromöbel. Wählen Sie Papier- und Holzprodukte mit FSC-Zertifizierung, die garantiert, dass sie aus geprüften, nachhaltigen Quellen stammen. Und reisen Sie nachhaltig! Organisieren Sie Fahrgemeinschaften für Kollegen und halten Sie Ihre Mitarbeiter dazu an, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Verhandeln Sie mit einem lokalen Fahrradhändler oder Krankenkassen über die Einführung eines Radfahrerprogramms. Erwägen Sie die Nutzung von Tele- und Videokonferenzen, um Reisekilometer einzusparen. Klären Sie Ihre Belegschaft auf, auf welche Weise sie einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Hängen Sie Poster und Sticker aus, um die Mitarbeiter daran zu erinnern, welche Schritte sie unternehmen können. Weisen Sie Kunden auf Ihre Maßnahmen hin und fordern Sie sie auf, es Ihnen gleich zu tun. Fügen Sie einen Hinweis ans Ende Ihrer Email ein, um davon abzuhalten, dass sie ausgedruckt wird. �� Foto: Dieter Schütz / pixelio.de


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