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Eltern in Deutschland gaben 2016 im Schnitt 140 Euro pro Kind für den Schulstart aus; dies ergab eine repräsentative Studie von „RetailMeNot.de“. Im bundesweiten Durchschnitt investierten Eltern damit 10 Euro mehr als im Vorjahr. Für die Eltern von ABC-Schützen ist das allererste Schuljahr etwas ganz Besonderes, sodass diese für die Einschulung und Schultüte mit durchschnittlich 220 Euro noch einmal 80 Euro mehr ausgeben als die Eltern älterer Schulkinder. Damit die Kinder optimal ins neue Schuljahr starten, legen sich die Eltern ordentlich ins Zeug: Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen Bücher, Hefte und Schreibgeräte, sowie Malutensilien und Bastelmaterial. Auch eine Brotdose und Trinkflasche gehört für die Mehrzahl zum Schuleinkauf. Fast jeder Zweite kauft zudem Sicherheitsartikel wie Reflektoren oder Fahrradhelm für seinen Sprössling. Ein Drittel der Eltern verschenkt eine Armbanduhr und jedes fünfte Kind bekommt sogar ein Handy oder Smartphone geschenkt. Auf den Ranzen, fertig, los! Natürlich gehören auch Schulranzen und Schultüte zu einem gelungenen Schulstart. Laut einer Umfrage von Idealo und Research Now informieren sich Eltern bereits weit im Voraus über Preise und vergleichen diese mit Fachhändlern und Preisportalen im Internet. Im Durchschnitt kostet die Schultasche 130 Euro, wobei immerhin 10 % der Befragten angaben, zwischen 200 Euro und 250 Euro auszugeben. Bei den Motiven für die Schultüte gibt es die klassische Verteilung: Jungen favorisieren Autos, Fußball und Star Wars, während Muster mit Einhörnern, Pferden oder der Eiskönigin die Herzen der Mädchen höher schlagen lassen. Während der durchschnittliche Wert der Schultüte 2012 noch bei 44 Euro lag, ist er im letzten Jahr auf 53 Euro gestiegen. Im Westen basteln 62 % der Befragten die Schultüte selbst, im Osten wird zu 85 % lieber auf fertige Modelle zurückgegriffen. Der Inhalt der Schultüten ist deutschlandweit jedoch gleich: Fast alle werden mit Süßigkeiten, Schulmaterial, Büchern und Spielsachen gefüllt. Elektronikartikel finden sich nur selten in den Schultüten und gehören damit zu den weniger verbreiteten Geschenken. So spendabel sind die Eltern Die Kinder selbst sind in Deutschland finanziell gut ausgestattet: Über die Hälfte der Grundschulkinder bekommt Taschengeld. Ob Süßigkeiten oder Fußballsticker: Mit ihrem ersten „geregelten Einkommen“ können sich Kinder kleine Wünsche selbst erfüllen. Wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag von Cosmos Direkt belegt, erhalten in Deutschland 53 % der Kinder zwischen 6 und 9 Jahren Taschengeld von ihren Eltern. Dabei landen durchschnittlich 3,20 Euro pro Woche im Portemonnaie oder Sparschwein der Mädchen und Jungen. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Höhe des Taschengelds kaum verändert. Durch Taschengeld und Geldgeschenke können Kinder schnell auf ein paar Hundert Euro im Jahr kommen. Insgesamt erhielten die 6- bis 13-jährigen Kinder im vergangenen Jahr 2,95 Mrd. Euro, so das Meinungsforschungsinstitut Iconkids & Youth. Der größte Teil der Einnahmen besteht aus dem Taschengeld, weitere 1,2 Mrd. Euro sind Geldgeschenke, z. B. zu Weihnachten oder für gute Noten. Im Schnitt bekommt damit jeder 6- bis 13-Jährige im Monat 44 Euro. Was machen die Kinder mit ihrem Geld? Den größten Teil geben sie wieder aus, vor allem für Süßigkeiten, Kleidung und Accessoires sowie Sachen zum Lesen. Die Freizeit-Hits der Kids Auf die Frage, welchen Freizeitbeschäftigungen sie am liebsten nachgehen, antworten Mädchen und Jungen „Freunde treffen“, danach kommt das Spielen draußen, an dritter Stelle steht das Fernsehen. Dies sind erste Ergebnisse der aktuellen KIM-Studie 2016 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest. Den Umgang mit dem Internet zählt nur jeder Zehnte zu den liebsten Freizeitaktivitäten. Insgesamt zeigt sich bei Kindern in den letzten Jahren nur ein leichter Anstieg bei der Internetnutzung. Für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren hat Fernsehen eine deutlich höhere Alltagsrelevanz als das Internet oder andere Medien. 77 % der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland sehen täglich fern. Auf dem zweiten Platz steht bei der täglichen Nutzung das Handy mit 42 %. Ein Drittel hört jeden oder fast jeden Tag Musik, gut jedes vierte Kind nutzt das Internet in dieser Häufigkeit, knapp ein Viertel hört täglich Radio (mit). Ein Fünftel spielt täglich digitale Spiele an Computer, Konsole oder online. Bücher werden in der Freizeit von 15 % der Kinder täglich gelesen. �� Bild: Tim Reckmann, Pixelio.de boss April 2017 Ι 51


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