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boss März 2017 Ι 9 denen Ausstellern bot die Messe wieder eine gute Kommunikations-Plattform. Unterschiedliche Stimmen gab es über die Besuchszahlen an den Ständen. Ein starker Samstag bescherte wohl allen Industrieunternehmen einen guten Start, während sich der Sonntag durchwachsen zeigte. Während die großen internationalen Konzerne an diesem Tag viele Exportkunden begrüßten, klagten einige über eine schwache Besucherfrequenz, die jedoch am Montag wieder durch einen großen Zustrom der Konzern- Einkäufer beglichen wurde. Mit vollen Terminbüchern stand die Kontaktpflege im Fokus, denn, so waren sich viele einig „eine Ordermesse ist die Paperworld bei uns schon lange nicht mehr, dennoch ist es wichtig, sich auszutauschen“. Im Bereich Paperworld Plaza war bei vielen Herstellern Enttäuschung spürbar, dass das ursprüngliche Konzept, das vor zwei Jahren ins Leben gerufen wurde, nicht umgesetzt werden konnte. „Zumal 2015 doch mehrheitliche Zustimmung bestand“, hörte man oft. Die fehlende Einigkeit im Verband der Industrie bedauern viele der Markenhersteller, denn man „brauche doch eigentlich so dringend eine gemeinsame, internationale Plattform, die auch von keinem anderen Standort ersetzt werden kann“. Demgegenüber steht jedoch die Entscheidung vieler Markenhersteller. Bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob künftig noch Einigkeit herzustellen ist – wünschenswert wäre es. Synergien nutzen Christine Schott Trotz gut gefüllter Gänge und belebter Stände: Der klassische PBS-Fachhandel aus Deutschland macht sich auf der Paperworld eher rar, so der Eindruck vieler Aussteller. Dafür mag es verschiedene Gründe geben. Ein Aspekt dürfte aber sein, dass insbesondere bei den Ladengeschäften das PBS-Stammsortiment an Bedeutung verliert und der Fachhandel verstärkt auf ergänzende Sortimente ausweicht. Birgit Lessak, Präsidiumsmitglied des Handelsverbandes Büro und Schreibkultur, formulierte es auf der Paperworld so: „Der Handel muss anpassungsfähig bleiben. Er muss dem Kunden zuhören, damit er das für ihn passende Produkt und Dienstleistungsangebot zur richtigen Zeit bereitstellen kann. Das schließt branchenfremde Randsortimente ein.“ Auch HBS-Präsident Michael Ruhnau betonte: „In Zukunft sind die Händler im Vorteil, die neben ihrem PBS-Kernsortiment auch Artikel des täglichen Bürobedarfs wie Hygiene- und Arbeitsschutzprodukte, Elektrokleingeräte, Personal- und Kundenformulare oder Getränke und Nicht nur neue Produkte sind thema der Paperworld, auch Jubiläen wie der 60. Geburtstag von Han werden gerne gezeigt.


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