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boss 03-2017

Von Pick-by-Voice zu Pick-by-Light Effiziente Umstellung In einem äußerst sportlichen Zeitrahmen für die Installation und einer ebenso fixen Einführungsdauer stellte Soennecken sein Kommissioniersystem auf Pick-by-Light um. Soennecken liefert die meisten ihrer rund 15.000 Artikel binnen eines Tages. Um die Logistikprozesse straff abwickeln zu können, bedarf es eines gut funktionierenden Kommissioniersystems, qualifizierter Mitarbeiter sowie hoher Konzentration. Nachdem das bis dato bestehende Pick-by-Voice System kurz vor der technischen Abkündigung stand, stellte sich für Soennecken die Nachfolgefrage. Aufgrund der Gegebenheiten vor Ort kam Pick-by-Light als Alternative in die engere Wahl. Zeitgleich ergab sich im Zuge einer Befragung der Initiative „Great Place to Work“, dass sich Mitarbeiter durch das verwendete Pick-by- Voice zum Teil hohen psychischen Belastungen ausgesetzt sahen. Ein triftiger 28 Ι boss März 2017 Grund mehr für die Verantwortlichen bei Soennecken für Pick-by-Light. Zusammen mit dem Generalunternehmer Unitechnik recherchierte Soennecken nach technischen Möglichkeiten für die Umsetzung der Pick-by-Light-Methode. Innovative Lösung Bei rund 27.000 Regalfächern vor allem auch finanziell eine Herkulesaufgabe. Es nährte sich die Idee, mit einem Pick-Face nicht nur ein Regalfach, sondern mehrere übereinanderliegende Regalböden zu bedienen. „Die Anzahl der notwendigen Pick-Faces würde somit so gering als möglich gehalten, das System würde trotzdem zuverlässig und einfach für die Mitarbeiter funktionieren“, erklärt Dirk Leischner, Projektleiter Logistik bei Soennecken. Die Lösung fand Soennecken mithilfe der Unitechnik beim Systemelektronikanbieter Microsyst um Vertriebsleiter und technischen Geschäftsführer Manuel Raß. „Mit der Anfrage rannte Soennecken bei uns offene Türen ein. Unternehmensspezifisch angepasste Lösungen oder individuelle Sonderanfertigungen gehören zu unserem täglichen Geschäft. Die bestmögliche Integration aller Kundenanforderungen in unsere Kommissionier und Anzeigesysteme ist keine Werbung, sondern der bloße Anspruch an uns selbst“, so Manuel Raß. Durch die individuelle Anpassung an die Bedürfnisse vor Ort erhielt Soennecken letztendlich das gewünschte Pickby Light-System: Verständlich und bedienlogisch bei gleichzeitig niedriger Anzahl verwendeter Pick-Faces. Der Umbau auf die neue Kommissioniertechnik fand durch Unitechnik bei laufendem Betrieb statt. Die Umstellung auf Pick-by-Light war für Soennecken ein Erfolg auf allen Ebenen. Allen voran brachte eine anschließende Befragung unter allen Mitarbeitern durchweg positives Feedback. Die Entscheidung zugunsten bedienfreundlicherer Arbeitsabläufe trug demnach spürbar Früchte. Zeitgleich stieg auch die Pick-Leistung, aktuell um rund 12-14 % gegenüber der Pick-by- Voice-Lösung. „Das freut uns und in direkter Konsequenz auch unsere Kunden, deren Pakete nun noch ein wenig schneller zusammengestellt sind. Und das Ganze bei weiterhin niedriger Fehlerquote von 0,07 %“, konstatieren die Verantwortlichen bei Soennecken. �� SOENNECKEN | An der Unternehmensmaxime von Soennecken „Die Arbeit im Büro vereinfachen“ hat sich in den vergangenen 140 Jahren nichts Wesentliches geändert. Vergangenes Jahr strebte die Logistik just nach diesem Motto eine grundlegende Veränderung in der Kommissioniertechnik an. Dirk Leischner, Projektleiter Logistik bei Soennecken, ist überzeugt von den Vorteilen der Umstellung. Pick-by-Light vereinfacht die Kommissionierprozesse.


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