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boss 03-2017

Sitzungsverpflegung anbieten.“ Die Standardsortimente auf der Paperworld rücken so für manchen Fachhändler etwas in den Hintergrund. Dabei bietet das Messequartett in Frankfurt durchaus Möglichkeiten, um einen Blick über den Tellerrand zu werfen und neue Geschäftsfelder zu entdecken. Nicht nur dank der Aussteller, die ihr Angebot inzwischen häufig um branchenfremde Produkte ergänzen. Auch die benachbarten Fachmessen Christmasworld und Creativeworld zeigen vor allem den klassischen PBS-Ladengeschäften mögliche Zusatzsortimente. Und selbst die neue Floradecora könnte für manche Geschäfte interessant sein. Frischblumen und Grünpflanzen im PBS-Fachhandel – warum nicht? Über die traditionellen Sortimentsgrenzen hinauszudenken ist heute wichtiger denn je. Abhängig von der Ausrichtung Tanja Stark Trotz permanent voller Gänge in der Halle 3.0 gestalteten sich die Aussagen der Paperworld-Aussteller am Messe-Sonntag noch äußerst unterschiedlich. Von „unser Stand ist durchgängig sehr gut frequentiert und die Qualität der Gespräche ist hervorragend“ bis hin zu „die Messe ist am Kippen“ war alles dabei. Nach genauerem Nachfragen und Hinsehen jedoch, war das Bild dann doch wieder einheitlich. Denn die Stimmung auf der diesjährigen Paperworld stieg und fiel mit der Ausrichtung des jeweiligen Unternehmens. Während die international agierenden Hersteller und Lieferanten durchweg positiv gestimmt waren, klagten die Unternehmen 10 Ι boss März 2017 mit einer vorwiegend inländischen Orientierung über fehlende Besucher aus dem deutschen Fachhandel. Und dies spiegeln auch die offiziellen Zahlen wider: die Paperworld entpuppt sich zunehmend als internationale Plattform. Am Ende der vier letztendlich gut besuchten Messetage waren sich dann trotz anfänglicher Unkenrufe wieder alle einig: Die Paperworld in Frankfurt ist und bleibt ein wichtiger zentraler Branchentreff. Hier begegnen sich die Top- Entscheider aus Handel, Großhandel, Industrie und Verbänden – zwar längst nicht mehr zum Ordern, dafür aber zum nicht weniger wichtigen Austausch. Äußerst positives Feedback erhielt die Sonderschau „Büro der Zukunft“, die inmitten der Halle 3.0 präsentierte, wie die Wissensarbeit in den nächsten Jahren ausschauen könnte. Auffällig war hier auf jeden Fall der rege Zuspruch beim zugehörigen Vortragsprogramm. �� Arbeitswelt von morgen Einen Einblick in die Arbeitswelt von morgen gewährte die Sonderschau „Büro der Zukunft“. Künftig werden sich bei der Büroarbeit völlig neue raumkonzepte ergeben und mit ihnen auch neue Produkte gefragt sein. Die Bürofläche wird aufgeteilt sein in eine Kommunikationszone für den spontanen Wissenstransfer und das interne Get-together, eine Konzentrationszone als rückzugsort, die Meetingzone zum informationsaustausch und die inspirationszone zum Entspannen oder Anregen neuer ideen. Große relevanz haben hier die Faktoren Klima, Akustik, Ergonomie und Verpflegung. Die Fachbesucher erlebten diese Zonen des „Büros der Zukunft“ live und entdeckten dazu passende innovative Produkte – von interaktiver Präsentationstechnik über ergonomische Büromöbel bis hin zu digitalen Schreibgeräten und individuell regelbarer Beleuchtung. „in rund zehn Jahren wird sich zeigen, wie gut wir das ,Büro der Zukunft’ umgesetzt haben. Aber ich bin optimistisch und glaube, dass wir bereits jetzt einen sehr guten Eindruck der Arbeitswelt von Morgen abbilden können“, so der Architekt der Sonderschau André Schmidt. Über traditionelle Sortimentsgrenzen hinauszudenken ist heute wichtiger denn je.


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