3T Supplies Interview mit Alfred Wirch

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INTERVIEW MIT ALFRED WIRCH, 3T SUPPLIES „LEIDTRAGENDE SIND DIE KOPIERERHERSTELLER“ DI Im 1. Quartal 2017 ist der Druckerumsatz in Deutschland laut IDC um 3,9 Prozent und damit im siebten Quartal nacheinander gesunken. Der Rückgang 22 | Digital Imaging 1-2018 betrifft besonders das Segment der Inkjet-Printer. Ist der Tintenstrahldruck ein Auslaufmodell? ALFRED WIRCH Hier muss man differenzieren. Der Druckermarkt lässt sich in drei Bereiche unterteilen: erstens SoHo und Privatanwender, zweitens das Unternehmensumfeld und drittens die industrielle Nutzung. Im ersten Bereich verlieren Drucker fraglos massiv an Bedeutung. Die Kommunikation „Aktuell kommt etwa ein Viertel der in Deutschland eingesetzten Tintenpatronen aus Fernost. Das sind jährlich ca. 50 Millionen. Nicht selten in Form gefälschter Markenware, für die weder Mehrwertsteuer nach Zollgebühr entrichtet wurden. Damit gehen dem deutschen Staat nicht nur hohe Steuereinnahmen verloren, sondern es hat auch eine Reihe von Arbeitsplätzen gekostet.“ mit Bildern und Dokumenten geschieht dort zunehmend digital. Wenn Fotos ausgedruckt werden, dann zunehmend auf Selbstbedienungsterminals oder über Online-Printservices.  Alfred Wirch: „Unternehmen profi tieren bei der Inkjet- Technologie von sinkenden Druckkosten bei gleichbleibender, wenn nicht besserer Druckqualität. Es ist zu erwarten dass sich der derzeitige Preis pro Ausdruck von 4–5 Cent auf 2–3 Cent reduzieren lässt. Leidtragende dieser Revolution sind die Kopiererhersteller und Fachhändler.“ Er ist ein wahres ‚Branchen-Urgestein‘ und mit der Reman-Industrie seit ihren Anfängen aufs Engste verbunden: Alfred Wirch hat schon viele kommen und gehen gesehen – das von ihm 1997 gegründete Schweizer Unternehmen 3T Supplies (Marke Peach) ist indes geblieben. Das liegt auch daran, dass der gebürtige Hannoveraner lieber eigene Akzente setzt, als mit dem Mainstream mitzuschwimmen: So hat Wirch – selbst als nach dem Absturz des Home Printing viele der Tinte den baldigen Exitus voraussagten – weiter an die Vorteile der Inkjet-Technologie geglaubt. Der Business-Inkjet-Boom der vergangenen Jahre hat ihm Recht gegeben und beschert seinem Unternehmen einen willkommenen Rückenwind in einem ansonsten immer rauer werdenden Markt. DI Viel besser, fürchte ich, sieht es im B-to-B-Segment aber auch nicht aus: Schließlich droht die fortschreitende Digitalisierung, bedruckte Seiten zunehmend in Nullen und Einsen zu verwandeln, die übers Netz ausgetauscht werden, ohne je zu Papier gebracht zu werden… ALFRED WIRCH In der Tat wird das Bestreben vieler Unternehmen, ihre bislang papierbasierten Geschäftsprozesse immer stärker zu digitalisieren, auch hier zu einem rückläufi gen Druckaufkommen führen. Was die Situation – sowohl für die OEMs als auch für die Anbieter von alternativen Verbrauchsmaterialien – allerdings spannend macht, ist die Tatsache, dass wir in den kommenden Jahren einen Hardcopy-Supplies


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