WTA Interview mit Carsten Weser und Thomas Lentes

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INTERVIEW MIT CARSTEN WESER UND THOMAS LENTES, WTA „MAN BRAUCHT HOCHGESTECKTE ZIELE“ Man konnte es förmlich bis Stuttgart hören, wie Carsten Weser am 24. Oktober ein Stein der Erleichterung vom Herzen gefallen ist: An diesem Tag hat der BGH die Klage von Canon gegen WTA in letzter Instanz abgewiesen. Der Firmenchef des thüringischen Hardcopy-Spezialisten hat sich mit seiner mutigen Entscheidung, Canon die Stirn zu bieten, viel Respekt in der Branche erworben. Auch die Erfolgsgeschichte des von ihm maßgeblich geprägten Unternehmens verdient Respekt: So steht WTA zu 100 % für Reman-Produkte Made in Germany. Lesen Sie nachfolgend unser Exklusivinterview mit Carsten Weser und WTA-Marketingleiter, Thomas Lentes. DI Wie überraschend kam für Sie beide die gute Nachricht aus Karlsruhe, dass Canon mit seiner Klage gescheitert ist? CARSTEN WESER Nach den Erfahrungen in Düsseldorf 18 | Digital Imaging 1-2018 waren wir eher skeptisch, was den Ausgang der Revision vor dem BGH anbetrifft. Insofern kam das Urteil schon etwas überraschend, und wir sind natürlich froh, dass wir am Ende dieses langen Verfahrens mit einem positiven Ergebnis vom Feld gegangen sind. Ich sehe das Urteil als Erfolg für die ganze Reman-Branche – ich meine damit die ‚echte‘ grüne Industrie, nicht die Anbieter von Newbuilt- Kartuschen… THOMAS LENTES Das natürliche Rechtsempfi nden hat uns zwar immer darin bestärkt, dass der Prozess eigentlich zu unseren Gunsten enden sollte. Wie der BGH dann aber tatsächlich entscheiden würde, das war natürlich völlig offen. DI Es gibt mindestens drei gute Gründe, Canon auf Schadenersatz zu verklagen: 1) Der Prozess hat enorm viele Ressourcen bei WTA gebunden. 2) Durch den Verkaufsstopp der beklagten Kartuschen mussten Sie erhebliche Einbußen hinnehmen. 3) Überdies führt eine solche Klage auch zu einem immateriellen Image- Schaden. Werden Sie auf Schadenersatz klagen? CARSTEN WESER Canon hat uns – und in gewissem Sinne die gesamte Reman-Industrie – durch die Klage für mehrere Jahre stark beeinträchtigt. Aber jetzt gilt es, nach vorne zu blicken und unsere Energie wieder voll und ganz auf unser Unternehmen und den Markt zu konzentrieren. Ob wir entsprechend Schritte in die Wege leiten werden, kann ich Ihnen zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen. Viel wichtiger ist, dass viele unserer Kunden und Geschäftspartner uns in dieser schwierigen Zeit ihr Vertrauen ausgesprochen und zu uns gehalten haben. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle von Herzen bedanken. DI Wenden wir unseren Blick von Karlsruhe nach Suhl: Wie fällt ihre Bilanz für das Jubiläumsjahr 2017,  Carsten Weser: „Ich sehe das Urteil als Erfolg für die ganze Reman-Branche – ich meine damit die ‚echte‘ grüne Industrie, nicht die Anbieter von Newbuilt-Kartuschen…“ CARSTEN WESER „Die Asiaten missbrauchen das Königsargument der Reman-Branche, die für nachhaltige, umweltverträgliche Produkte steht. Schließlich gibt es keinerlei Entsorgungskonzept für Newbuilt-Kartuschen.“ Hardcopy-Supplies


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