Panorama

BIT 02-2017

6 | BIT 2–2017 Zwei von drei Unternehmen (65 Prozent) haben in Deutschland im Jahr 2016 Cloud-Computing eingesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Cloud-Nutzer in Unternehmen von 54 Prozent um 11 Prozentpunkte angestiegen. Im Jahr 2014 waren es erst 44 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der KPMG AG unter 554 Unternehmen ab 20 Mit - arbeitern. „Cloud-Computing hat sich durchgesetzt und sich innerhalb weniger Jahre zur Basis-Technologie der Digitalisierung entwickelt“, sagte Dr. Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research bei der Vorstellung der Studienergebnisse. „Die bedarfs - gerechte Nutzung von IT-Leistungen über Datennetze bietet enorme Vorteile. Cloud-Computing macht die betrieblichen Prozesse effizienter und ermöglicht die Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsmodelle.“ Gab es bislang noch ein großes Gefälle zwischen großen und kleinen Unternehmen, hat sich der Anteil der Cloud- Nutzer inzwischen stark angeglichen. Cloud-Computing bezeichnet aus Sicht der Anwender die bedarfs - gerechte Nutzung von IT-Leistungen wie z. B. Software, Speicherplatz oder Rechenleistung über Datennetze. Das Datennetz kann ein unternehmensbzw. organisationsinternes Intranet (Private-Cloud-Computing) oder das öffentliche Internet (Public-Cloud- Computing) sein. Nach den Ergebnissen der Umfrage nutzten 44 Prozent der Unternehmen 2016 Private-Cloud- Computing. Weitere Informationen zum Thema Cloud-Computing und zum „Cloud Monitor 2017“ gibt es unter www.kpmg.de/cloud (www.bitkom.org) Bitkom: Nutzung von Cloud-Computing boomt Ab geht’s in die Wolke BITPANORAMA Die Bedeutung des digitalen Wandels wird 2017 in den deutschen Führungsetagen mittlerweile überwiegend erkannt: In jeder dritten Firma ab 250 Mio. Euro Umsatz (35 Prozent) wird der Prozess inzwischen direkt durch die Geschäftsleitung gesteuert. 2016 war dies laut der vorangegangenen etventure Studie lediglich bei 24 Prozent aller Unternehmen der Fall. Darüber hinaus zählt die digitale Transformation nun auch in exakt 50 Prozent der Großunternehmen zu den Top drei der Firmenziele (2016: 41 Prozent). Zeitgleich zeigt sich aber ein deutlicher Rückstand zu den USA: Zum einen wird der digitalen Transformation dort eine grundsätzlich höhere Bedeutung beigemessen. So ist die Digitalisierung in den USA bereits bei zwei Dritteln der Großunternehmen (66 Prozent) unter den Top-Drei-Zielen. Inzwischen sehen sich dort mehr als doppelt so viele Firmen wie hierzulande schon ‚sehr gut’ oder ‚gut’ darauf vorbereitet (USA: 85 Prozent / D: 35 Prozent). Darüber hinaus erachtet mit 90 Prozent die überwiegende Mehrheit der amerikanischen Unternehmen ihre Mitarbeiter für qualifiziert für den digitalen Wandel – anders als in Deutschland (42 Prozent). US-Konzerne legen auch ein anderes Tempo in der Umsetzung vor: Die Hälfte aller US-Konzerne erwartet bereits in weniger als einem Jahr Effekte der digitalen Transformation auf Marktanteile oder Umsatz – in Deutschland sagen das lediglich sechs Prozent. Das sind Kernergebnisse einer repräsentativen Befragung von Großunternehmen ab 250 Mio. Euro bzw. USDollar Jahresumsatz in Deutschland und in den USA, durchgeführt von etventure in Zusammenarbeit mit der GfK in Nürnberg und dem Institut YouGov USA. (www.etventure.com) Digitale Transformation: Bewusstseinswandel Fehlende Erfahrung als Hürde Fehlende Erfahrung wird als Top-Hemnis bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten angegeben. Abb.: etventure.


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