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BIT 02-2017

Output-Zentrale und Document-Factory Output-Management 58 | BIT 2–2017 Unternehmen aller Branchen sollten sich mit einer stringenten Qualitäts - sicherung in der Dokumentenver - arbeitung auseinandersetzen. Abb.: maksim-kabakou, Fotolia. Form von Log-Files auf und machen sie außerdem in einer Bildschirmmaske grafisch sichtbar. Automatisierter Dokumentenvergleich Beim visuellen Vergleich werden die zu überprüfenden Dokumente in Pixelbilder gleicher Auflösung gerastert und die umgesetzten Pixelbilder mit - einander abgeglichen – ähnlich einem Leuchttisch, bei dem beide Dokumente übereinander gelegt werden, um Abweichungen zwischen ihnen erkennen zu können. Die Software zeigt die Stellen an, wo sich zwei Versionen unterscheiden. Anwender sind somit in der Lage, die notwendigen Änderungen direkt an den richtigen Stellen vorzunehmen. Das Prinzip: Die Software liest zwei Dateien, beispielsweise im AFP, PDF- oder PostScript-Format ein, vergleicht das Originaldokument mit dem geänderten und zeigt die gefundenen Unterschiede in Sekundenschnelle an. Vergleiche auf Pixel-Ebene identi - fizieren Änderungen und deren Position. Vergleiche auf Strukturebene evaluieren Zeichenfolgen der Texte, mierfehler und überflüssige Wieder - holungen zu vermeiden. Warum also diese bewährte Methode nicht auch auf die Erstellung von variablen Dokumenten anwenden? Änderungen bergen Risiken Jeder, der mit Mailing und Druck zu tun hat, weiß: Selbst kleinste Änderungen in der Formatierung können das Layout eines gesamten Dokuments beeinflussen, sei es eine neue Schriftart (Font), ein neues Logo oder einfach nur ein zusätzlicher Bindestrich im Firmen- oder Produktnamen. Oft werden Dokumente mittels einer Gestaltungssoftware aktualisiert. Das Problem dabei: Man weiß letztlich nicht, wie sich die Änderungen auf die Qualität der gedruckten Seiten auswirken. Viel wichtiger noch ist die Frage, ob die verschiedenen Versionen eines Dokuments, die beispielsweise im Zuge eines Software-Updates entstehen, in Bezug auf Inhalt und Layout identisch sind. Keine einfache Aufgabe, denn die Überprüfung muss auf Bit- Ebene erfolgen – etwas, das herkömmliche Composition-Tools nicht leisten. Unterstützung bieten Prüfprogramme zum automatisierten Vergleich von Dokumenten und Datenströmen. Diese Softwarelösungen listen die analysierten Differenzen in Glossar Verschachtelte Variablen sind auf einen bestimmten Empfänger bezogene Charakteristika für ausgewählte Situationen. So kann beispielsweise das Angebot für eine Kreditkarte davon abhängig gemacht werden, wo und wie häufig er diese einsetzt. Mit verschachtelten Variablen lassen sich auch Wohnort und Kreditrahmen mit dem konkreten Angebot für den Kunden verbinden. Rechtliche Rahmenbedingungen, die sich von Land zu Land unterscheiden, können zu weiteren Variablen führen. Dadurch erhalten selbst Dokumente mit zunächst recht einfachen Strukturen ein gehöriges Maß an Komplexität. Absätze zu einzelnen Parametern, die mehr als ein Dutzend verschachtelter Logikebenen besitzen, sind keine Seltenheit. Dokumentenvergleich: Grundsätzlich gibt es zwei Vorgehensweisen. Beim Wort-für-Wort-Vergleich werden zwei Dokumente gegenüber gestellt und die Unterschiede markiert. Sie lassen sich auf Grund ihres relativ einfachen Charakters auch in herkömmlichen Textverarbeitungsprogrammen durchführen. Schwierig, wenn nicht gar unmöglich sind Wort-für-Wort-Vergleiche, wenn die Dokumente unterschiedliche Schriften und Schriftgrößen verwenden. Dagegen lassen sich mittels Pixel-für-Pixel-Vergleiche auch Schriften, Metadaten und Farben kontrollieren. Somit decken sie Abweichungen und Änderungen auf, die beim Wort-für-Wort-Vergleich dem Anwender möglicherweise entgehen.


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