Page 56

BIT 02-2017

Output-Zentrale und Document-Factory Output-Management Compart: Die Dokumentenqualität sollte man nicht dem Zufall überlassen Alles unter Kontrolle Die Personalisierung in der Kundenkommunikation schreitet voran – und damit das Risiko, Dokumente fehlerhaft zu erstellen. Zu groß ist inzwischen das Volumen an variablen Daten, als dass sie noch manuell zu beherrschen wären. Sieben Grundprinzipien für das sichere Management von individualisierten Sendungen. Personalisierte Mailings gehören mittlerweile zum Marketingrepertoire jeden Unternehmens – auch dank der immer besseren Verfügbarkeit von detaillierten Kundeninformationen, wie etwa zu Alter, Geschlecht, Inte - ressen/Präferenzen, Kreditwürdigkeit, Kaufverhalten etc. So weit, so gut. Doch oft sind die etablierten Mechanismen zur Sicherung der Qualität und Regelkonformität nicht immer zuverlässig. Das Risiko, dass gesetzliche Auflagen zum Datenschutz nicht eingehalten, Dokumente falsch bzw. unvollständig erstellt oder über den falschen Kanal ausgegeben werden, ist latent. Vor allem für Banken, Versicherer und Versorger, die es mit besonders kritischen Daten zu tun haben, können die Auswirkungen von ungenügender Compliance fatal sein: teure Rechtsstreitigkeiten, Schädigung des Firmenimages, finanzielle Einbußen infolge von Kundenverlust etc. Den meisten ist diese Gefahr bewusst – nur reagieren sie darauf, einmal erkannt, in der Regel spontan und ohne durchdachte Strategie. Da erhöht man eben einfach mal die Zahl der Mitarbeiter und glaubt, die ständig komplexer werdenden Prozesse in der individualisierten Kundenkommunikation im Griff zu haben. Ein Trugschluss. Zu komplex ist die Kundenkommunikation heutzutage, als dass sie allein durch die Aufstockung personeller Ressourcen lückenlos überwacht werden könnte. Das Volumen an variablen Daten, die Firmen zur Verfügung stehen, ist inzwischen so groß, dass die Gefahr der falschen Verwendung kontinuierlich steigt. Besser, weil sicherer ist es, genau definierte Prozesse zur Qualitätssicherung in der Dokumentenverarbeitung zu etablieren und sie kontinuierlich zu überwachen. Keine Qualität ohne Regeln Wie diese in der Praxis aussehen könnten, zeigt das Beispiel von Data Mail, einem US-amerikanischen Full-Service- Unternehmen für das Direktmarketing. Der Dienstleister mit Hauptsitz in Newington (Connecticut) verschickt jährlich mehr als anderthalb Milliarden Briefe, Schriftstücke und andere Korrespondenz für Kunden aus der Finanzwirtschaft, der Telekommuni - kation, dem Gesundheitswesen und Einzelhandel sowie aus der High-Tech- Industrie. Zusammen mit Intelisent, einem ebenfalls amerikanischen Direktmarketing-Dienstleister, hat das Unternehmen eine Strategie ent - wickelt, die es Data Mail erlaubt, große Volumina personalisierter Sendungen auf Korrektheit und Vollständigkeit der für die individualisierte Ansprache notwendigen variablen Inhalte stringent und zuverlässig zu überprüfen. Das Volumen an variablen Daten, die Firmen zur Verfügung stehen, ist inzwischen so groß, dass die Gefahr der falschen Verwendung kontinuierlich steigt. Abb.: jat306, Fotolia. 56 | BIT 2–2017


BIT 02-2017
To see the actual publication please follow the link above