Page 43

BIT 02-2017

BIT 2–2017 | 43 ten. Damit sind Mitarbeiter nicht nur schneller wieder arbeitsfähig. Durch die verbesserte Erreichbarkeit des Supports und die Fokussierung auf den Nutzer gewinnt das Unternehmen als Arbeitgeber ein positives Image. Der Mensch als größtes Sicherheitsrisiko Wenn Mitarbeiter ihre eigenen Notebooks, Smartphones oder Tablets mit ins Unternehmen bringen („Bring-Your- Own-Device“, BYOD), müssen diese sinnvoll und vor allem sicher in die vorhandene Firmen-IT integriert werden. Sicherheitsrisiken im Umgang mit mobilen Endgeräten wie Mobile-Malware, Phishing und Social-Engineering lassen sich durch verschiedene Maßnahmen und Technologien reduzieren. Dazu gehört z. B. die Kapselung von Daten und Applikationen, sodass Privates und Geschäftliches streng getrennt bleibt. Bei modernen Arbeitsplatzlösungen können IT-Abteilungen sicherheitsspezifische Benutzer- und Anwendungseinstellungen vornehmen, ohne dass diese Vorkehrungen die Nutzer bei ihrer Arbeit beeinträchtigen. Größtes Sicherheitsrisiko des digitalen Arbeitsplatzes ist und bleibt jedoch der Mensch selbst. Nach Einschätzung der befragten IT-Entscheider der IDC-Studie verursachen Mitarbeiter durch einen sorglosen Umgang mit mobiler Technologie im Durchschnitt 43 Prozent der Sicherheits - vorfälle. Neben einem auf die Unternehmensbedürfnisse abgestimmten Mobile-Device-Management spielt daher auch die Schulung der Mitar - beiter eine wichtige Rolle. Bestandteil des Veränderungsprozesses IT-Verantwortliche müssen begreifen, dass die Zielgruppe der neuen Anwendungen selten ausschließlich Digital Natives sind. Auch erfahrene Mitar - beiter, die nicht mit Smartphones und Tablets aufgewachsen sind, gehören zur Zielgruppe und sind wichtiger Bestandteil des Veränderungsprozesses. Das Projekt „Modernisierung des Arbeitsplatzes“ scheitert, sollte es die Belegschaft in Befürworter und Gegner spalten. Unternehmen müssen Anwender mit Bedacht an die neuen Systeme heranführen und von deren Vorteilen überzeugen. Bereits in der Vorbereitungsphase sollten die Projektleiter Mitarbeiter verschiedener Altersgruppen und Bereiche in das Modernisierungs - projekt einbeziehen. Es ist empfehlenswert, im Rahmen eines „Smart Profilings“ anhand von Interviews und Bedarfsanalysen mit ausgewählten Mitarbeitern spezifische Nutzerprofile zu erarbeiten. So finden sich die Anwender im Projekt wieder und stehen diesem später positiv gegenüber. Führungskräfte müssen zudem erkennen, dass Veränderungen kein singuläres Projekt darstellen, das sie im Hauruck-Modus durchführen und danach als abgeschlossen betrachten können. Veränderungen sind vielmehr ein dynamischer Prozess, der sich stets weiter entwickelt. Das gilt auch für die digitale Ausstattung und Modernisierung des Arbeitsplatzes. Denn wäre es bei dem Telefonat zwischen New York und London geblieben, gäbe es keine Innovationen und kein Unternehmen stünde dort, wo es heute steht. (www.atos.net/de) Cloud-basierte Lösungen lassen sich zudem sicher und zentral verwalten. Ob nun Software verteilt wird, Updates eingespielt oder Komponenten hinzugefügt werden – alles geschieht, ohne dass die Administratoren dafür einzelne Geräte anfassen müssen. Self-Help-Plattformen helfen den Mitarbeitern Ein weiterer Kostenfaktor, den die IT-Verantwortlichen im Zuge einer zunehmenden Digitalisierung des Arbeitsplatzes angehen können, ist der Support-Aufwand. Zu lange haben Unternehmen ihren Fokus auf einen möglichst günstigen User-Support gelegt, indem z. B. ein Dienstleister seine Agenten aus Offshore-Standorten in den Supportprozess integrierte. Ein vereinfachter Support über intelligente Self-Help-Funktionen sowie ein Omni- Channel-Ansatz – d. h. ein erweiterter Support via Webchat, E-Mail, Social Media und Telefon – schaffen Abhilfe. Beides lässt sich mit einem ganzheitlichen Arbeitsplatzmanagement verbinden. Auf Self-Help-Plattformen finden Anwender automatisch Antworten auf häufig gestellte Support-Anfragen und können die gängigsten Probleme selbst lösen. Über Chat oder Social-Media kann der IT-Support kanalübergreifend, zeitnah und ortsunabhängig Hilfe leis- Komplex, aber zusammen machbar: Der digital vernetzte Arbeitsplatz. Abb.: Getty Images.


BIT 02-2017
To see the actual publication please follow the link above