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BIT 02-2017

42 | BIT 2–2017 Atos: Modernisierung des Arbeitsplatzes – Mehr als nur „Tablets für alle“ Ganzheitliches Denken Moderne und flexible Arbeitsumgebungen ziehen Talente an, heißt es. Doch bei dem Einsatz digitaler Geräte und mobiler Lösungen gibt es Regeln zu beachten. Unternehmen müssen ganzheitlich denken, wenn sie bei ihren Mitarbeitern mit einem digitalen Arbeitsumfeld punkten wollen. Vor 90 Jahren fand das erste transatlantische Telefongespräch von New York City nach London statt. Die Aufhebung der Grenzen von Zeit und Raum revolutionierte die Kommunikation: Wollte man mit einer Person jenseits des Atlantiks korrespondieren, konnte das ab diesem Tag in Echtzeit geschehen. Wartezeiten durch Telegramm- Dialoge fielen von heute auf morgen weg. Dank des technischen Fortschritts nahm die Kommunikation seither einen Verlauf, der untrennbar mit unserem Arbeitsalltag verbunden ist. Telefon, Fax, Internet und E-Mail waren die Vorboten, die unsere Arbeitswege beschleunigten, globale Zusammenarbeit ermöglichten und Flexibilität förderten. Seither gibt es viele weitere technologische Treiber für eine moderne Arbeitsplatzumgebung, subsummiert unter dem viel beschworenen Begriff „Digital Workplace“. Chat, Video-Telefonie oder Instant-Messaging sind nur einige der vielen Möglichkeiten, standortübergreifend zu arbeiten. Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit Bereits seit Jahren verfolgen viele Unternehmen eine „mobile first“-Strategie. Doch dem Trend zum digitalen Arbeitsplatz zum Trotz erfüllen einige Firmen nur unzureichend die Vorstellungen ihrer Mitarbeiter von einem modernen und flexiblen Arbeitsplatz. Das zeigt eine Studie des Marktforschungs und Beratungsunternehmens IDC. Befragt wurden 281 IT- und Fachbereichsverantwortliche aus Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern der wesentlichen Branchen in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen: Mitarbeiter können bisher nur auf 52 Prozent der für sie relevanten Applikationen geräteunabhängig zugreifen. Gleichzeitig nutzen viele der Arbeitnehmer aus der Generation Y, der heute 18-35-Jährigen, im Privaten leistungsstärkere Technologien als im Beruf. Dass daraus Unzufriedenheit resultieren kann und Handlungsbedarf besteht, haben die Unternehmen erkannt. 35 Prozent der in der IDCStudie befragten IT- und Fachbereichsverantwortlichen gaben an, dass es eine der wichtigsten Anforderungen an die Unternehmens-IT in den kommenden zwei Jahren sein wird, die IT-Arbeitsplätze zu modernisieren und den Weg zum mobilen Arbeiten zu ebnen. Doch worauf kommt es dabei an? Die Produktivität im Fokus behalten Ein Modernisierungsprozess in der Unternehmens-IT sollte immer eine messbare Produktivitätssteigerung bewirken. IT-Entscheider können z. B. die Effizienz der Arbeitsabläufe positiv beeinflussen, indem sie den Endanwender in den Mittelpunkt rücken und die neue Arbeitsplatzumgebung nach seinen individuellen Bedürfnissen – gemäß im Vorfeld zu definierender Nutzerprofile (Smart Profiling) – zusammenstellen. Das Arbeitsplatzsystem sollte kurze Ansprechzeiten aufweisen und durchdachte Kommunikationsund Kollaborationslösungen umfassen. Zudem ist ein einfacher und überall erreichbarer Support wichtig. Beim Einstieg neuer Mitarbeiter – dem so genannten „Onboarding“ – sollten sich Geräte über die Cloud schnell in Betrieb nehmen und Arbeitsplätze damit deutlich schneller einrichten lassen. Modern und aufgeräumt – so könnte der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen. Abb.: Getty Images.


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