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BIT 01-2017

BIT 1–2017 | 57 dem entscheidenden Unterschied, dass unabhängig davon, auf welchem Gerät er später ausgeben will, er immer das gleiche Front-end, d. h. immer die gleiche Druckerbedienschnittstelle zur Verfügung gestellt bekommt. Sendet er seinen Druckjob ab, werden diese Metadaten lediglich mit der Header - information der Anwenderwünsche an den Mercury Server übergeben. Dieser interpretiert dann in Echtzeit die ge - forderten Eigenschaften des Druck - outputs und holt nach Erkennung des jeweiligen spezifischen Ausgabegerätes die Steuersequenzen aus seiner eigenen Datenbank und vereinigt diese mit dem bis dato noch unspezifischen Metadruckformat. So entsteht erst kurz vor dem Druckvorgang selbst ein druckspezifischer Datenstrom, der die entscheidende Eigenschaft hat, jederzeit und immer optimal auf das jeweilige aktuelle Gerät ausgeben zu können. Da es sich um Echtzeitprozesse handelt und die Datenbank der Geräteeigenschaften nebst Steuersequenzen immer automatisiert aktuell gehalten wird, kann man hier von einem wartungsfreien und selbstlernenden System sprechen. Denk: „Für uns war diese Entwicklungsstufe derart inno - vierend, dass wir diese Technologie patentrechtlich schützen lassen konnten.“ Allzeit perfekte Lösung Denkt man nun diese Technologie ein bisschen weiter, liegt natürlich sofort auf der Hand, dass, aufgrund dieses herstellerübergreifenden virtuellen Drucksystems, auch idealerweise einen perfekte Pullprint-Lösung abgedeckt werden kann. Aufgrund des generellen Verzichts auf Druckertreibern authen - tifiziert sich der Anwender am Ausgabegerät selbst und fordert seine zu druckenden Daten, die sich zu diesem Zeitpunkt noch im neutralen Meta - format befinden, an. Auch hier wird analog zur beschriebenen Technologie erst mit Abruf des Druckauftrages die Metadaten mit den gerätespezifischen Steuercodes versehen und an das Ausgabegerät weitergeleitet. Das Ergebnis ist eine herstellerneutrale, herstellerübergreifende und allzeit perfekt ar beitende Follow2Print Lösung. Die Technologie ist soweit verfeinert, dass z. B. auch bei Abholung von A3-Druckdaten auf A4-Geräte, diese automatisch durch den GPD skaliert und aufbereitet werden können. Dabei sprechen wir sowohl von einer Herabals auch von einer Aufwärtsskalierung. Letztlich wird im Rahmen dieser GPD Technologie grundsätzlich immer garantiert, dass, egal auf welchem herstellerspezifischen Gerät der Druckjob ausgegeben wird, die Ausgabequalität immer optimal ist. „Unsere Kunden“, so Denk, „schätzen unsere Herstellerneutralität und die damit verbundene Technologie. Gerade durch diese herstellerübergreifende Lösung garantieren wir unseren Kunden nicht nur optimale Funktionalität, sondern auch langfristigen Investitionsschutz.“ Serverless Printing Den nächsten Schritt der GPD Entwicklung hat die Docuform auch schon in der Tasche. Unter dem Stickwort „Serverless Printing“ soll die GPD Lösung nochmals entscheidend erweitert werden. Dabei greift diese Serverless Printing Lösung ebenfalls auf die Global-Printer-Driver-Technologie zurück. Der Vorteil des so genannten „Serverless Printing“ liegt darin, dass gerade bei kleinen Niederlassungen oder vielverzweigten Niederlassungen einer Kundenstruktur auf leistungsstarke Netzwerkstrecken verzichtet werden kann. Der Direktdruck ermöglicht hier ein performantes Drucken ohne Netzwerklast und bietet gleichzeitig alle Vorteile des Global Printer Drivers (GPD). Nach erfolgreichem Einsatz der Mercury MPS-Lösung sowie die Einführung des GPD nebst herstellerübergreifender Pullprint Lösung bei den unterschiedlichsten Kunden, stellte Docuform 2016 ein weiteres Produktmodul mit dem Namen „Atlas“ vor. Hierbei handelt es sich um einen Dokumentendesigner, der die Verar - beitung sowohl von klassischen Line- Mode-Daten als auch modernen XMLRohdaten ermöglicht. Atlas rundet das Produktportfolio weiter ab, ganz unter dem Motto: ganzheitliche Lösung – vom Druckermanagement bis zur Dokumentengenerierung. Docuform setzt dabei auch auf indirekte Vertriebskanäle. Martin Denk: „Enge Partnerschaften und der damit verbundene Technologieaustausch, ist eine sehr fruchtbare Symbiose zwischen Herstellern als Partner und unserem Unternehmen. In allen Mercury Themenbereichen sind unsere Partner sehr kooperativ und tragen zur Globalisierung unserer Lösung bei. Erst jüngst konnten wir mit HP USA direkt eine weltweite Partnerschaft abschließen. Weitere Partner wie Brother, Canon, Konica Minolta, Kyocera, Lexmark, Ricoh, Samsung, Xerox und andere haben sich bereits für Docuform entschieden, so dass auch hier Docuform Technologie wie MPS, GPD aber auch Dokumentenmanagement zum Tragen kommt. Weitere Partnerschaften sowie neue große Kundenprojekte und Herausforderungen stehen für 2017 auf dem Plan. Diese werden auch durch neue Produktideen ergänzt.“ (www.docuform.de) Der virtuelle Mercury Global Printer Driver (GPD) soll vor allem Mittelständlern helfen, Kosten im Bereich Printing zu redu - zieren und die Nutzungseffizienz der jeweiligen Geräte zu erhöhen.


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