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BIT 01-2017

Ingo Wittrock, Head of Marketing bei Ricoh Deutschland: „Unternehmen müssen ihre Kultur stärker auf das steigende Bedürfnis nach einer ausgewogenen Work-Life-Balance hin anpassen.“ BIT 1–2017 | 39 Produktivität sind natürlich nach wie vor wesentliche Triebfedern und Ziele. Interessanterweise spielt hierbei das Druck- und Dokumentenmanagement eine ganz zentrale Rolle. Eine von Ricoh beauftragte Studie von IDC hat gezeigt, dass über 90 Prozent der Unternehmen die zentrale Rolle des Druck- und Dokumentenmanagements für den digitalen Wandel in ihrer Organisation erkannt haben. Gleichzeitig besteht nach wie vor die Hälfte aller Dokumente aus Papier. Genau deshalb unterstützen wir mit unserer Workstyle Innovation Technology das smarte, vernetzte, mobile und digitale Arbeiten mit Informationen und Dokumenten. Gleichzeitig modernisieren Organisationen, um die Attraktivität als Arbeitgeber aufrecht zu erhalten, denn davon hängt auf lange Sicht auch die Wettbewerbsfähigkeit und somit der Erfolg am Markt ab. Aktuell beschäftigen sich jedoch viele Unternehmen noch damit, die Millennials, also die Generation Y, am Arbeitsplatz zu integrieren. Eine von Ricoh in Auftrag gegebenen Studie zeigt aber, dass die darauffolgende Generation Z, also junge Menschen im Alter von höchstens 19 Jahren, die Unternehmen vor riesige neue Herausforderungen stellen wird. Die Generation Z hat hohe Erwartungen an ihre Arbeitgeber, wie beispielsweise flexible Arbeitszeiten oder einen Arbeitsplatz, der es ermöglicht, dass man über Plattformen und Grenzen hinweg zusammenarbeiten kann. Diese Erwartungen werden jetzt schon ganz konkret an Unternehmen gestellt, daher sind zukunftsorientierte Arbeitsplatzkonzepte gerade jetzt wichtig. Flexibilität: Fest steht, dass das mobile Arbeiten im Trend liegt und nicht nur Unternehmen, sondern auch den Arbeitsnehmern zahlreiche neue Chancen bietet. Deshalb setzt Ricoh schon bei der Forschung und Entwicklung auf Technologien, die die Konnektivität verbessern und das „Mobile Working“ fördern und unterstützen. Insbesondere Smart Devices in Verbindung mit Cloud-Computing nehmen hier eine besondere Rolle an. Sie ermöglichen, dass überall und jederzeit unterschiedlichste Arbeitsweisen rea - lisiert werden können. Das stationäre Büro wird es unserer Meinung nach aber auch in Zukunft geben. Es wird sich ein gesunder Mix etablieren, der auf Basis entsprechender Technologielösungen sowohl das mobile als auch das stationäre Arbeiten berücksichtigt und unterstützt und von dem sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer profitieren werden. Revolution und Work-Life-Balance: Wenn man sich die Entwicklung und den Habitus der neuen Generation Z ansieht, kann man durchaus von einer Revolution sprechen. Es hat sich viel getan und die Digitalisierung wird noch weitere tiefgreifende Veränderungen für die Gesellschaft, ihre Menschen und Organisationen mit sich bringen. Arbeitsstrukturen werden z. B. durch eine erhöhte Konnektivität noch flexibler und offener. Informationsarbeit kann im Prinzip schon jetzt jederzeit und von überall stattfinden. In diesem Zusammenhang werden sicherlich auch die Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben weiter verschwimmen. Daher müssen Unternehmen ihre Kultur stärker auf das steigende Bedürfnis nach einer ausgewogenen Work-Life-Balance hin anpassen. Die neue Flexibilität muss im Unternehmen gelebt werden und sicherlich auch von manchen Mitarbeitern erlernt werden, denn sie haben Jahrzehnte lang anders gearbeitet. Verantwortungsvolle Führungskräfte müssen daher neben entsprechenden Konzepten und Technologien auch eine digitale Kultur implementieren, sodass am Ende jeder vom Wandel profitiert. Das, worauf es hierbei letztendlich ankommt, ist ein strukturiertes Change- Management, um diese Veränderungen und den damit einhergehenden Kulturwandel nachhaltig in der eigenen Organisation zu verankern. Genau deshalb suchen und benötigen Unternehmen einen kompetenten Partner, der sie hierbei nicht nur mit Technologien, sondern mit ganzheitlichen und langfristig ausgerichteten Beratungsund Service-Konzepten unterstützt. (www.ricoh.de) Bernhard Zöller, Zöller & Partner (K)ein Kulturschock Zukunftsorientierte Arbeitsplatzkonzepte: Technologien zur Digita - lisierung der Verfahren haben erheb - liche Auswirkungen sowohl auf die Kommunikation nach außen als auch auf interne Prozesse. Beispiel: die neue eIDAS-VO (Verordnung zur Elektronischen Identifikation und Authentifizierung). Die „Generation Smartphone“, die ein „Telefon“ für alles Mögliche außer Telefonieren einsetzt, wird zu demjenigen Dienstleister gehen, der die Kommunikation komplett Smartphone-basiert abwickelt, inklusive rechtsgültiger Unterschrift. Mit der eIDAS-VO, den UMTS- und LTE-Netzen und Flatrate-Tarifen sind hierfür die Weichen gestellt. Viele Unternehmen untersuchen die neuen Möglichkeiten (oder die Abwanderungsrisiken der Kundschaft, denen man noch alte analoge Verfahren zumutet) sehr genau. Auch für interne Abläufe lösen die neuen Technologien irreversible Änderungen aus. Partielle Home- Office-Konzepte statt der bisherigen Standortbindung, das Zuordnen von Know-How-Trägern zu Projekten aufgrund von Fachwissen und nicht mehr aufgrund des Wohnortes, die komplette Offline-Nutzung von Akten und Unterlagen auf Notebooks oder Tablets sind nur wenige Beispiele. Viele unserer Kunden starten ECM-Projekte daher nicht mehr nur Bernhard Zöller, Geschäftsführer der Zöller & Partner GmbH: „Digitalisierung ist nicht nur eine Aufgabe zu Auswahl und Beschaffung geeigneter Technologien, sondern muss durch Qualifizierungsmaßnahmen begleitet werden.“


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