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BIT 01-2017

BIT 1–2017 | 37 flexiblen Arbeitsplatzmodell zeigt sich: Das ortsgebundene Büro ist weiterhin extrem wichtig, um sich mit Kollegen auszutauschen und neue Synergien mit anderen Mitarbeitern zu schaffen. Revolution und Work-Life-Balance: E-Mails im Flugzeug beantworten, mit internationalen Kollegen zeitgleich am selben Projekt arbeiten, Videokonferenzen aus dem Hotelzimmer in London mit Kunden von New York bis Tokio führen – vor 20 Jahren waren diese- Dinge noch schwer bis gar nicht vorstellbar. Heute hingegen gehören solche Aktivitäten für viele zum Alltag. Die Digitalisierung von Arbeitsprozessen macht’s möglich. Die Art und Weise, wie wir arbeiten, hat sich im letzten Vierteljahrhundert so grund - legend gewandelt, dass wir durchaus von einer „Revolution“ sprechen können. Doch nur weil sich etwas verändert, muss dies nicht zum Leidwesen der Arbeitenden passieren. Denn flexibleres Arbeiten bedeutet auch mehr Flexibilität bei Freizeitaktivitäten. Work-Life-Balance ist dann wirklich gegeben, wenn ich keine stur vorgeschriebenen Arbeitszeiten vorgegeben bekomme, sondern z. B. morgens den Nachwuchs zur Schule bringen, mittags einen Termin mit meiner Bank wahrnehmen oder nachmittags ein Geburtstagsgeschenk besorgen kann. (www.xerox.de) Christopher Rheidt, Geschäftsführer der TA Triumph-Adler GmbH: „Für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens wird der effiziente Umgang mit Informationen künftig ausschlaggebend: Informationen, Dateien und Dokumente müssen in Sekundenschnelle auffindbar und ver - fügbar sein.“ © Tobias Kruse. Christopher Rheidt, TA Triumph-Adler Deutschland hat Nachholbedarf Zukunftsorientierte Arbeitsplatzkonzepte: Der Arbeitsplatz der Zukunft wird vor allem durch Flexibilität gekennzeichnet sein. Denn für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens wird der effiziente Umgang mit Informationen künftig ausschlaggebend: Informationen, Dateien und Dokumente müssen in Sekundenschnelle auffindbar und verfügbar sein – unabhängig vom Aufenthaltsort, der genutzten Hardware und der Anzahl der Mitarbeiter. Wesentliche Voraussetzung dafür sind digitale, mobile Kommunikationstechnologien. Sie ermöglichen den Zugriff auf Informationen, egal, zu welcher Zeit und wo ein Mitarbeiter sich aufhält. Diese Technologien bilden die Grundlage für die digitale Trans - formation von Unternehmen. Wir haben im vergangenen Jahr zusammen mit dem Marktforschungsund Beratungsunternehmen IDC eine Studie durchgeführt zum Arbeitsplatz der Zukunft: „Future Business World 2025 – Wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert“. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Deutschland im internationalen Vergleich Nachholbedarf hat. Egal, ob es um den Einsatz von Equipment wie Notebooks und Mobiltelefonen, File-Sharing-Plattformen oder Audio- und Webkonferenzsysteme geht, die Unternehmen ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Vorteile: Es hat sich gezeigt, dass die Arbeitsplatzkonzepte von morgen flexibel gestaltet werden müssen. Warum? Sie steigern Produktivität und Gewinn, verbessern das Image und sind ein wichtiges Instrument bei der Mitarbeiterbindung und -rekrutierung. Das sah ein Großteil der Teilnehmer unserer Studie ähnlich. Den größten Vorteil innovativer Arbeitsplatzkonzepte sahen sie in einer steigenden Produktivität. Diese ist insbesondere dann zu erreichen, wenn Mitarbeiter dank mobiler Technologie von überall arbeiten können. Moderne Arbeitsplatzkonzepte bieten außerdem die Chance, Geschäftsprozesse in Unternehmen zu verbessern. Zudem führt eine stärkere Automatisierung von dokumentenintensiven Prozessen zu kürzeren Prozessdurchlaufzeiten. Diese Vorteile schlagen sich auch auf der Kostenseite nieder. Darüber hinaus geht es auch darum, Effizienzvorteile gegenüber dem Wettbewerb zu erzielen. Nicht zuletzt braucht es neue, innovative Arbeitsmodelle, wollen sich Unternehmen im Wettbewerb um Young Professionals durchsetzen. Insbesondere die Generation Y stellt heute ganz andere Ansprüche an die Arbeitsplatzgestaltung. Mobile und flexible Arbeitsmöglichkeiten sind für sie ausschlaggebend. Flexibilität: Die Präsenzkultur in Organisationen wird sich ganz sicher ändern, auch im Mittelstand. Die Zahl mobiler Arbeitsplätze wird steigen, während der klassische feste Arbeitsplatz an Bedeutung verlieren wird. Dennoch glaube ich nicht, dass in absehbarer Zeit ortsgebundene Büros überflüssig werden. Wir werden vielmehr eine Kombination sehen, die die Vorteile beider Modelle vereint. Revolution und Work-Life-Balance: Starre Arbeitszeitmodelle haben ausgedient. Die Digitalisierung fordert eine Anpassung der Art und Weise wie wir arbeiten. Das kann man revolutionär finden. Aber auf jeden Fall ist die digitale Revolution keine Bedrohung, sondern eine Chance. Nicht nur für Unternehmen, auch für Arbeitnehmer. Vor allem die Young Professionals verknüpfen ihren digitalen Lifestyle ganz selbstverständlich mit ihrem Arbeitsalltag – und setzen die Möglichkeit, mobil arbeiten zu können, voraus. Die Work- Life-Balance, die Arbeiten und Privatleben als voneinander getrennte Pole betrachtet, gehört damit der Vergangenheit an und wird zur Work-Life-Integration: die Arbeitszeit wird der individuellen Lebensphase angepasst, um auf diese Weise z. B. Karriere und Familie besser miteinander vereinbaren zu können. Ich sehe es als eine der großen Herausforderungen der Arbeitswelt, dafür zu sorgen, dass die Technologien hier nutzbringend eingesetzt werden. (www.triumph-adler.de)


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