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BIT 01-2017

Oliver Bendig, CEO Matrix42: „Unternehmen versprechen sich von Investitionen in einen modernen Arbeitsplatz vor allem eine Verbesserung von Kommunikation und Vernetzung im Unternehmen.“ Oliver Bendig, Matrix42 Leichter & fokussierter Arbeiten Zukunftsorientierte Arbeitsplatzkonzepte: In den vergangenen zehn Jahres gab es dank der technologischen Fortschritte grundlegende Änderungen am Arbeitsplatz. Die Cloud, Mobilität und Big Data haben den modernen Arbeitsplatz so weit verändert, dass er kaum mehr jenem Arbeitsplatz ähnelt, wie er noch vor wenigen Jahren üblich war. Die Mitarbeiter wollen und können heute immer mobiler arbeiten. Durch die große Anzahl unterschiedlicher Geräte und Betriebssysteme sowie die oftmals gleichzeitig private und geschäftliche Nutzung ergeben sich eine Vielzahl neuer An - forderungen hinsichtlich Management, Datenschutz und Sicherheit. Moderne Workspace-Management- Lösungen unterstützen IT-Administratoren bei dieser anspruchsvollen Aufgabe und ermöglichen produktiveres Arbeiten und effizientere Geschäfts - prozesse. Vorteile: Unternehmen versprechen sich von Investitionen in einen modernen Arbeitsplatz vor allem eine Verbesserung von Kommunikation und Vernetzung im Unternehmen, von Konzentration und Motivation der Mitarbeiter, sowie der Kreativität und Innovation – alles Bereiche, die für einen smarteren Workspace essentiell sind und schließlich zu einer Steigerung der Produktivität führen. Eine Umfrage, die Matrix42 gemeinsam mit der Fresenius Hochschule durchgeführt hat, zeigte, dass Millennials einen hohen Wert auf eine Top-Ausstattung des Arbeitsplatzes und Raum für individuelle Entfaltung sowie eine ausgeglichene Work-Life-Balance legen. Diese Erkenntnisse geben uns wertvolle Impulse für neue Workspace Management-Lösungen, die das Arbeiten für den Nutzer leichter und fokussierter und zugleich die Verwaltung des Arbeitsplatzes für den Arbeitgeber effizienter machen. Flexibilität: Die Cloud bietet ungeahnte Möglichkeiten der Zusammen - arbeit. Der klassische Arbeitsplatz mutiert zum Service, der aus der Cloud bezogen wird. Der Umzug der Arbeitsplätze in die Cloud stellt natürlich neue Herausforderungen an die Unternehmen. Denn auch dieses neue „Büro“ muss effizient und kostengünstig verwaltet werden. Der Webbrowser wird beispielsweise zur dominierenden Betriebssystemunabhängigen Drehscheibe für Office- und andere eingesetzte Anwendungen. Im Einsatz sind verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Browsern mit denen eine Vielzahl von SaaS- und Web-Applikationen genutzt werden. Der Sicherheitsaspekt wird zukünftig noch wichtiger. Denn im Prinzip ist jedes mit dem Unternehmensnetzwerk verbundene, sich im Internet frei bewegende Gerät eine Gefahrenquelle für Fremdzugriffe. Adaptive Zugangskonzepte können dem Unternehmen, respektive der IT, helfen, die Kontrolle über Geräte, Systeme, Anwendungen und Daten zu behalten – egal von wo aus die Mitarbeiter arbeiten. Denn die Bedeutung des flexiblen und verteilten Arbeitens wird weiter stark zunehmen. Revolution und Work-Life-Balance: Die Entwicklung des Computer-Arbeitsplatzes lässt sich analog zur industriellen Revolution skizzieren. Am Anfang stand der Mainframe, mit der Einführung von PC und Laptop kam erste Lockerung in das enge Gefüge. Aktuell befinden wir uns bereits in der dritten Arbeitsplatz-Revolution – der Mitarbeiter nutzt Tablet und Smartphone und wechselt häufig zwischen privaten und beruflichen Anwendungen und Computern. Eine vierte Revolution wird notwendig, um die wachsende Vielfalt rund um den Arbeitsplatz zu bändigen. Neue Konzepte sind gefragt, um diese Herausforderung zu meistern – und zugleich Produktivität und Motivation der Mitarbeiter zu erhöhen. Unser Ziel ist es immer, das Thema Arbeitsplatz ganzheitlich und verantwortungsvoll zu betrachten. Auf der einen Seite beobachten wir technologische Trends sehr genau und setzen unsere Erfahrungen in den IT-Lösungen um. Auf der anderen Seite beschäftigen wir uns intensiv mit den sozialen und kulturellen Faktoren, die langfristig auf die Arbeitsumgebung wirken und bilden diese ab. Diese 360-Grad- Perspektive ermöglicht es uns, nachhaltig zur Verbesserung der Lebensqualität am Arbeitsplatz beizutragen und die Vision des Arbeitsplatzes 4.0 zu verwirklichen. (www.matrix42.com/de) Torsten Bechler, Sharp Flexible Arbeitsformen Zukunftsorientierte Arbeitsplatzkonzepte: Neue Technologien bilden sicherlich einen wichtigen Grundstein für die Gestaltung neuer Arbeitsplatzkonzepte und für das Bestehen eines Unternehmens im globalen Wettbewerb. In einer europaweiten Studie haben wir ermittelt, dass im Schnitt 19 Arbeitstage jährlich pro Mitarbeiter ungenutzt durch Technikprobleme verstreichen. In deutschen Büros kommen wir sogar auf 20 Arbeitstage. Veraltete Geräte spielen dabei natürlich eine entscheidende Rolle, da gibt es noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Der technologische Fortschritt stellt jedoch ganz klar nur einen Teilaspekt im Konzept „Büro der Zukunft“ dar: Die modernste Ausstattung nützt wenig, wenn Mitarbeiter nur unzureichend damit vertraut sind. Es gilt, stark in Schulungen und Weiterbildungen zu investieren. Letztlich geht es um ein stimmiges Gesamtkonzept, das auch wichtige Faktoren wie Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz ein- Torsten Bechler, Product Manager Sharp Business Systems Deutschland GmbH: „Unternehmen müssen vielfältige Möglichkeiten für flexible Arbeitsmodelle anbieten, die sich an die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter anpassen.“ BIT 1–2017 | 35


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